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erschienen in der Blitz, 10/2004, von Niklas Hoffa

Gunst ist dicker als Wasser

Die Legende berichtet: Nachdem Irene Weygel ihren Spross gebar, verlebte jener kleine Weygel eine Kindheit mit viel Bewegung. Zahlreiche mittelmäßige Erfolge begleiteten den jungen Erfurter auf seinen Anfangswegen.

Mit der Hinwendung zur Berufsausbildung und Lohnarbeit erfolgte nach einer Zeit mit Kontakten zu baukünstlerischen Aspekten des Lebens, die Abkehr vom Materiellen mit der Hinwendung zum Ideellen. Leider ist daraus nichts geworden. Der von Hungersnot und Systemschwierigkeiten gebeutelte Poul beschloss neue Wege zu beschreiten. Als Mitveranstalter des Kongresses “Kochen für Europa“- gesund und schön durch Euroland“ (1999), gelang ihm der Durchbruch.
In dieser Zeit großen Erfolges und unvorstellbaren Glückes lernte Poul den Dichter Alexander Platz kennen. Dieser Schöpfer verschiedener Kunstwerke der Sprache gründete alsbald mit Poul das „kollektiv nina machts“. Alexander bezeichnet sich selbst als imperten Dichter. „Impert“ ist hierbei als das Gegenteil von „expert“ zu verstehen. Er zieht weitab vom allgemeinen Literaturbetrieb seine Kreise, nicht ohne dabei sein Publikum gefunden zu haben.

Seit dem Jahr 2000 haben Alexander und Poul unter dem Motto “Gunst ist dicker als Wasser“ diverse Theaterstücke auf die Bühne gebracht, unter anderen “einemannundzweifrau“ (Premierenstück 2000), „Die Glasoberen- Ein überflüssiges Märchen aus Leiter“ (2002) und „Romea und Julio – keine Liebe am Gemüseregal“ (2004). Als Bühne fungieren außergewöhnliche Spielorte, wie beispielsweise das collegium majus in der Erfurter Michaelisstraße. Diesen Ort bezeichnen beide Künstler als „Traum-Aufführungsort“.
Die beiden Erfurter sind Kern des Kollektivs, das wechselnde Gäste zur Verstärkung einlädt, und agieren mittlerweile auch außerhalb Thüringens, zum Beispiel in der Schweiz.

In nächster Zeit könnt Ihr im übrigen auch einen Kalender des „kollektiv nina machts“ erwerben. Mit dem will sich das Kollektiv ins Gespräch bringen bzw. in selbigem halten. Der Kalender mit dem Titel „Alltag 2005“ ist zudem einen andere Ausdrucksform als das Theater, bietet visuelle wie literarische Anreize mit viel Spielraum für den Betrachter – und Ihr könnt ihn auch mit nach Hause nehmen.

 

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